Bis vor einigen Jahren wurde das Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie im Zusammenhang mit den anderen Fachgebieten der Medizin nur am Rande erwähnt. Dieses hat sich jedoch in der letzten Zeit radikal geändert. Die medizinischen Statistiken zeigen, daß die Unfallverletzungen, die Unfallverletzungsfolgen, die degenerativen Krankheiten des Bewegungsapparates (Arthrosen) und die sogenannten rheumatischen Krankheiten heute zahlenmäßig einen Hauptanteil aller behandlungsbedürftigen Krankheiten stellen.
Rein umfangsmäßig hat somit die Orthopädie und Unfallchirurgie eine gewaltige Ausweitung erlebt.
Befaßte sich die Orthopädie anfänglich faßt ausschließlich mit Behinderungen und Gesundheitsstörungen von Kindern, kommen heute alle die oben genannten Patienten früher oder später in die Behandlung eines orthopädischen Chirurgen oder eines anderen mit orthopädischen Problemen vertrauten Arztes.
Das ursprüngliche Ziel Störungen der Funktionen des Bewegungsapparates zu beheben hat sich in der modernen Orthopädie und Unfallchirurgie deutlich verfestigt und durch die Entfaltung moderner Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere auf operativem Gebiet, eine deutliche Ausweitung erfahren.
Aber auch präventive Maßnahmen, wie die Säuglingshüftsonographie zur Erkennung von Hüftreifungsstörungen kommen zur Anwendung.
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Das Ziel der Orthopädie und Unfallchirurgie ist somit Störungen der Funktion des Bewegungsapparates zu beheben und den Patienten unter den gegebenen Umständen eine optimale Funktion zu ermöglichen, jeweils unter der Berücksichtigung der individuellen und sozialen Situation.

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