Achillessehnenrisse werden vor allem durch die stetige Zunahme von Breiten- und Freizeitsport in steigender Tendenz beobachtet. Häufig berichtet der verletzte Sportler über einen peitschenknallartigen Schlag im Achillessehnenbereich, bei subjektivem Gefühl einen Tritt in die Wade bekommen zu haben. Nach Riß der Achillessehne besteht eine Kraftlosigkeit und Beschwerden vor allem beim Treppensteigen. Die Diagnose erfolgt bei der klinischen Untersuchung, der Ultraschalldiagnostik und evtl. Durchführung einer Kernspintomografie.


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Therapeutisch stehen drei Therapieverfahren zur Verfügung.
Konservative Therapie.
Offene operative Behandlung.
Minimalinvasive percutane Technik.
Die konservative Behandlung empfehlen wir bei OP-Kontraindikationen bzw. vorbestehenden Risikofaktoren und bei Patienten in höherem Alter mit geringeren funktionellen Ansprüchen bzw. sportlicher Aktivität. Eine gute Annäherung der Sehnenenden in Spitzfußstellung in der Ultraschalluntersuchung ist Voraussetzung. Bei jüngeren Patienten und sportlich aktiven Patienten führen wir bei sonografisch guter Adaptation der Sehnenenden, aber auch zunehmend bei Dehizenzen der Sehne von 1 2 cm die minimalinvasive percutane Technik durch. Die Nachbehandlung erfolgt nach kurzfristiger Gipsschienenruhigstellung in einer Achillessehnenorthese für 6 Wochen.
Bei sehr schlechter Annäherung der Sehnenenden im Ultraschall bzw. bei einer sehr weit körperfern liegenden Rißstelle der Achillessehne führen wir die offene operative Rekonstruktion durch. Die Operationstechnik erfolgt mit der sogenannten Kirchmayr-Kessler-Naht.
Bei veralteten Rissen kommen aufgrund des Kraftverlustet lediglich operative Maßnahmen in Betracht. Es muß hier in der Regel eine sogenannte Umkippplastik bzw. Griffelschachtelplastik durchgeführt werden. Bei allen operativen Verfahren ist nach einer kurzzeitigen Gipsruhigstellung die Behandlung mittels Achillessehnenorthese das Mittel der Wahl, so daß eine frühfunktionelle Mobilisation mit Schulung der Muskulatur und der Propriozeptoren zustande kommt. 6 Wochen nach der Operation sollten die Patienten noch für weitere 4 Wochen eine leichte Spitzfußstellung im Konfektionsschuh beibehalten. Schwimmen und Fahrradfahren sind bereits wieder möglich. Ballsportarten, Sprung- und Sprintbelastungen sollten frühestens 4 6 Monate postoperativ wieder durchgeführt werden. Dies wird individuell mit dem Patienten besprochen.
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