
Eine besondere Rolle in der Sporttraumatologie gebührt dem oberen Sprunggelenk. Hier kommt es sehr häufig, insbesondere in den ballführenden und Laufsportarten zu Umknicktraumen, welche teilweise in Instabilitäten mit immer wiederkehrenden Umknicktraumen unter sportlichen oder normalen Belastungen einhergehen. In diesem Falle ist die Indikation zur operativen Stabilisierung gegeben. Nach entsprechender klinischer Untersuchung und Durchführung von bildgebenden Verfahren wie Röntgen und Kernspintomografie wird der stabilisierende Eingriff durchgeführt. Auf der gezeigten röntgenologischen Abbildung zeigt sich die deutliche Aufklappbarkeit des linken oberen Sprunggelenkes in der Frontalebene bei kompletter Instabilität des äußeren Band-Kapsel-Apparates. Bei der chronischen außenseitigen Band-Kapsel-Instabilität führen wir die Außenbandplastik modifiziert nach Watson-Jones durch. Der Eingriff erfolgt kurz stationär. Die Narkose wird durch den Narkosearzt mit Ihnen individuell besprochen. Es besteht die Möglichkeit der Teil- bzw. Vollnarkose. Es erfolgt ein Hautschnitt über dem Außenknöchel des oberen Sprunggelenkes und die Darstellung einer der beiden sogenannten Peronealsehnen, wobei die kürzere der beiden hälftig durchtrennt wird und über Bohrkanäle in den Außenknöchel und das obere Sprungbein zur äußeren Stabilisierung des oberen Sprunggelenkes eingeflochten wird.
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Postoperativ wird das obere Sprunggelenke bis zur Wundheilung in einer 90°-Gipsschiene ruhiggestellt. Die Fäden werden am 10. postoperativen Tag entfernt. Danach erfolgt die Weiterbehandlung für 5 Wochen in einer funktionellen Sprunggelenksorthese, wobei die zu-nehmende Belastung erlaubt ist. 6 Wochen postoperativ nach Abheilung erfolgt die physiotherapeutische Beübung und die Aufnahme von moderaten Sportarten wie Schwimmen, Fahrradfahren, Ballsportarten bzw. Springen und Sprintsportarten sind nach 10 12 Wochen wieder möglich.
Bei der wiederkehrenden Peronealsehnenluxation handelt es sich um ein Übergleiten der Peronealsehne über den Außenknöchel . Die Verletzung erfolgt in der Regel durch ein Überstrecktraume im Bereich des oberen Sprunggelenkes. Verletzungsbedingt kommt es zu einer Abschärung des Haltebandes der Peronealsehnen. In der Regel besteht auch eine flache Gleitrinne der Peronealsehne hinter dem Außenknöchel.
Bei nicht erfolgreicher konservativer Therapie erfolgt entweder eine Naht bzw. Refixation des Haltebandes bzw. eine Festigungsoperation bei chronischer Peronealsehnenluxation bei nicht mehr erhaltenem Halteband. Die Operation kann in unserem OstseePraxisKlinik oder im Agnes-Karll-Krankenhaus in Bad Schwartau in unserer Belegabteilung durchgeführt werden. Notwendig sind eine Teilnarkose bzw. Vollnarkose. Dies wird individuell mit dem Narkosearzt besprochen. Nach durchgeführtem Eingriff wird bis zur Wundheilung und Fadenentfernung 10 Tage postoperativ eine Unterschenkel-L-Gipsschiene angelegt. Danach erfolgt das Anlegen einer funktionellen oberen Sprunggelenksbandage, welche für weitere 5 6 Wochen getragen werden muß. Moderate Sportarten wie Schwimmen und Fahrradfahren sind nach 6 Wochen wieder möglich, Ballsportarten bzw. Sportarten mit schnellen Richtungswechseln nach 10 12 Wochen.
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