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Arthroskopische vordere und hintere Kreuzbandplastik




Die Kreuzbänder sind die wichtigsten Stabilisatoren des Kniegelenkes. Nach einem vorderem bzw. hinteren Kreuzbandriß entsteht eine Instabilität des Gelenkes, die in der Regel bei normalem Gehen noch nicht deutlich wird. Erst bei sportlicher Belastung, bei Müdigkeit bzw. Nachlassen der Konzentration bei Fehltritten kommt es zu einem Verrutschen des Oberschenkelknochens gegenüber dem Schienbeinknochen. Durch das Abrutschen der Oberschenkel gegenüber dem Schienbeinplateau und den Menisken kann es zu weiteren Verletzungen, vor allem des Gelenkknorpels der Menisken und der Gelenkkapsel kommen. Wann ein derartiges Ereignis auftritt ist unvorhersehbar. Tritt es mit entsprechender Gewalt auf, kann es das Aus für das Kniegelenk bedeuten. Zum heutigen Zeitpunkt besteht daher die Auffassung, Kniegelenke, insbes. mit vorderen Kreuzbandrissen, zum frühest möglichen Zeitpunkt zu stabilisieren, um einen vorzeitigen Verschleiß zu verhindern und die Aufnahme von körperlicher bzw. sportlicher Tätigkeit wieder zu gewähren.
Bei der operativen Versorgung des hinteren Kreuzbandes sind wir der Auffassung, dass auch diese Verletzung operativ therapiert werden sollte, obwohl diese Operation technisch wesentlich aufwendiger ist, als die Vordere Kreuzbandplastik.
Häufig wird die Diagnose"Hintere Kreuzbandruptur" sehr spät oder gar nicht gestellt und dadurch sind dann bereits erhebliche Sekundär- bzw. Folgeschäden eingetreten, die den Erfolg der Operation mindern können.



  Sowohl vordere als auch hintere Kreuzbandersatzoperationen werden von uns in arthroskopischen Operationstechniken durchgeführt, da diese für das Knie wesentlich verträglicher sind und eine viel schnellere Rehabilitation gegenüber offenen Eingriffen gewährleisten.
Vorderer und hinterer Kreuzbandersatz werden entweder mit der Semitendinosussehne oder der Patellasehne durchgeführt, körperfremdes Gewebe wird aufgrund der gehäuft auftretenden Komplikationen von uns nicht verwendet.
Zur Entnahme des Transplantatmaterials wird lediglich ein kleiner Schnitt durchgeführt, die übirgen Operationsschritte erfolgen alle über arthroskopische kleine Sticheinschnitte. Die Operationsdauer beträgt zwischen 45 – und 60 Minuten. Postoperativ wird in der Regel eine Schiene für 7 – 10 Tage bis zur Wundheilung angelegt, danach erfolgt eine 4 – 6 wöchige Teilbelastung des Beines an Unterarmgehstützen. Die operative Versorgung erfolgt in der OstseePraxisKlinik.
Die Nachbehandlung erfolgt zunächst wie oben genannt. Nach 4 – 6 Wochen dann Beginn mit stabilisierenden und koordinativen Übungen am Gerät. Sportfähigkeit ist nach 6 – 9 Monaten wieder gegeben.